Griechenland im Juni

Lange habe ich gezittert, ob ich meine zwei Wochen Jahresurlaub in Österreich oder doch im Ausland verbringen können werde. Also habe ich aufmerksam die Nachrichten und die Abflugpläne des Wiener Flughafens studiert und mich dann für einen Urlaub in Griechenland entschieden. Bei der Ankunft am Flughafen in Athen musste ich wie alle anderen Passagiere einen Coronatest abgeben. Danach wurden wir unter Sicherheitsvorkehrungen in ein Hotel in der griechischen Hauptstadt gebracht, wo ich circa 20 Stunden auf mein Testergebnis (Gott sei Dank „negativ“) gewartet habe.
Danach konnte ich doch noch in dem von mir vorab gebuchten Pella Inn Hostel mit toller Dachterasse einchecken, in dem ich das Frauenzimmer mit Blick auf die Akropolis ganz für mich allein hatte. Corona hat auch Vorteile!

Athen – Großstadt mit Charme und Geschichte

Meine Zeit in Athen nutzte ich, um die Altstadt, die Nachbarschaft meines Hostels und die Akropolis zu erkunden. Die eindrucksvolle Akropolis, bei der ich Schildkröten und viele Streunerkatzen entdeckte, ist wohl das größte Steintetris der Welt :-). Corona sei Dank war ich dort fast allein auf dem Gelände.

Die Akropolis bei Vollmond von der Dachterasse des Pella Inn Hostels fotografiert

Die Insel Lesbos

Am folgenden Abend fuhr ich mit der Fähre auf die 12h entfernte Insel Lesbos. Das Ticket dafür hatte ich in einem der vielen Verkaufstellen in der Stadt gekauft. Details für Routen, Ticketpreise und Online-Buchungen sind hier möglich. Die Überfahrt war sehr entspannt. Da nur wenige Passagiere an Bord waren,  konnte ich mich auf  einem Sofa ausstrecken und kam am nächsten Morgen halbwegs ausgeschlafen in der Hafenstadt Mytilini auf der Insel Lesbos an.
Mytilini ist übersichtlich und eine schöne Promenade lädt zum Bummeln und Fischessen ein.
Dort war ich jedoch nicht zum Vergnügen, sondern ich besuchte Menschen, die im gefährlichsten Flüchtlingslager überleben müssen, um mit ihnen ein Interview zu machen, dass ihr hier nachhören könnt.

Schande Europas - Lager Moria für Kriegsflüchtlinge

Nachdem ich gesehen hatte, welch unerträgliches Leid auf der Insel Lesbos zu Hause ist, konnte ich die offensichtlichen Schönheiten der Insel einfach nicht genießen und bin nach drei Nächten wieder abgereist. Denn ich kann mich nicht an einem Ort erholen, wenn ich weiß, dass dort Menschen leiden und sogar sterben. Also ging es mit der Fähre zurück nach Athen. Mein nächstes Ziel war die kleine und grüne Insel Alonnisos – der Weg dorthin dauerte länger – aber er hat sich gelohnt.

Die grüne Insel Alonnisos

Um die Fähre zur Insel zu erreichen, fuhr ich mit dem Überlandbus von KTEL in die vier Stunden entfernte Hafenstadt Volos, die auch einen Stadtstrand und viele Tavernen direkt am Meer zu bieten hat. Nach einer Übernachtung im Hotel nahm ich am nächsten Morgen die Fähre nach Allonisos, die auf ihrem Weg an wunderschönen unbewohnten Inseln vorbeifährt und noch an zwei weiteren Insel stoppt, bevor sie nach ungefähr vier Stunden am Hafen des kleinen Ortes Patitiri anlegt.

Dort genoss ich vier stilvolle Nächte im Hotel Liadromia und unterhielt mich auf der wunderschönen Dachterasse mit der herzlichen Eigentümerin Maria. Tagsüber lag ich am Strand, schwamm im türkisblauen Meer, wanderte zum alten Dorf und an den Klippen entlang. Jeden Abend tauschte ich mein Geld gegen ein köstliches Essen in einer der verschiedenen Tavernen am Hafen. Besonders gut war das Essen im Restaurant Ostria.

Besonders beeindruckend war das türkisblaue und glasklare Wasser rings um die Insel. Es war heißes Badewetter und so dufteten die Pinien sehr intensiv. Noch waren keine Touristen auf der Insel und so teilte ich mir den Strand mit den Einheimischen. Das war richtiger Urlaub! Gerne hätte ich noch weitere Wanderungen auf der Insel unternommen, aber meine Zeit war um.

Auf meinem langen Weg zurück zum Flughafen Athen legte ich wieder eine Übernachtung in Volos ein und konnte sogar noch das Hammam Polis (Note 2, besser ist dieses hier) ausprobieren, bevor ein halbleeres Flugzeug mich wieder müde und gesund zurück nach Wien brachte.

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