Corona-Wanderung am Linzer Stadtrand

wunderschönes Herz aus Moos

Seit einer Woche gelten nun in ganz Österreich Ausgangbeschränkungen. So ganz unglücklich bin ich darüber nicht, weil sich endlich mein tägliches Leben entschleunigt und ich Zeit für eine Wanderung hatte. Da keine weite Ausflüge erlaubt sind, ging es diesmal an den Stadtrand von Linz.

Von den vielen Stadtwanderwegen rund um Linz entschied ich mich für den Weg zum angeblich letzten Schienenstück der ehemaligen Pferdeeisenbahn – ein wichtiger Transportweg zwischen Linz und Böhmen. Ausgangspunkt war eine unscheinbare Straßenbahnhaltestelle etwas außerhalb des Zentrums, an der ich noch nie ausgestiegen war. Gott sei Dank entdeckte ich schon bald eine offizielle Beschilderung des Wanderweges, sonst hätte ich den Eingang in dieses versteckte Paradies wohl nie gefunden: ein Wohngebiet mündet in einen kleinen Spielplatz, wo dann der Wald beginnt.

Frühlingszeit – schönste Zeit

Ein Wald, der jetzt im März von unzähligen weißen Blüten des Buschwindröschens übersät ist. Noch nie habe ich den Frühling als so wunderschöne Jahreszeit erlebt. Dazwischen wuchsen die ersten Wildkräuter und Bärlauch. Beides habe ich gehamstert, um mir später daheim ultimatives Corona-Food zuzubereiten.

Am schönsten fand ich auf dem Weg, der sich immer weiter durch den Wald schlängelte, den kleinen Bach daneben mit seinem Plätschern und kleinen Wasserfällen. Nach 2-3 Tagen freiwilliger Quarantäne war das traumhaft. Auch mein kleiner Hund „Snoopy“, ein stets treuer Begleiter, genoss den erdigen Weg und ging auf Entdeckungstour.

Pferdeeisenbahn – von wegen!

Irgendwann ging es dann auf einer kleinen Landstraße weiter bis zu einem Gasthof mit Wildgehege, der brav geschlossen war. Von dort wieder durch den Wald mit Wasserlauf auf manchen Strecken und dann war ich plötzlich wieder im Stadtgebiet, aber noch keine Schienen der Pferdeeisenbahn in Sicht. Merkwürdig. Dennoch machte ich mich munter weiter auf den Weg. Durch Siedlungen und an Kleingärten vorbei kam ich dann endlich zum ersehnten Ziel. Doch dort wartete nur ein „Modell“ von einem Schienenstück und eine Infotafel zur Pferdeeisenbahn. Welche Enttäuschung! Absichtlich poste ich hier kein Foto davon – Strafe muss sein.

Da ich nun irgendwie zurück zu einer Straßenbahnhaltestelle musste, ging ich weiter bis ein Weg steil bergab führte, ohne Beschilderung – also ganz nach meinem Geschmack 🙂 Am Ende kam ich auf dem Geländer der Johannes Keppler Universität an und musste mir tatsächlich mit GoogleMaps den Weg zur nächsten Haltestelle suchen.

In diesem Sinne wünsche ich euch in dieser Zeit viele wunderbare Überraschungen in eurer Nähe. <3

Sommer daheim

Während andere den August nutzen, um die Welt zu bereisen, verbringe ich diesen Monat daheim. Das klingt nicht besonders spannend, ist es aber trotzdem! Irgendwie ist die Stadt ruhiger, die Uhren gehen langsamer und alles ist ein bisschen lockerer. Da gibt es Fahrradtouren, Wanderungen, Strandtage an der Donau, Lagerfeuer im Garten, erstes eigenes Gemüse aus dem Hinterhof. Unglaublich, wie schön es daheim ist. Dabei liegt die Schönheit wie so oft im Detail.

Urlaub in Oberösterreich

Eintauchen in die Natur

In Oberösterreich gibt es rund um Linz wunderschöne Natur. Sobald man aus dem Bus steigt, spürt man den Wechsel zwischen Stadt und Land. Es riecht anders! Statt Autos hört man Grillen zirpen und eine merkwürdige Ruhe. Beim genauen Hinschauen gibt es wunderbare Kleinigkeiten zu entdecken, vor allem mit Kindern. So ein paar Stunden in der echten Natur fühlen sich wie ein Kurzurlaub an. Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?